Vergessene Jugend?! Jugendpolitik und Jugendarbeit als Störfall oder Provokation
Die Interessen und Bedürfnisse von Jugendlichen werden von der
Politik zunehmend missachtet. Obwohl sich die sozialen
Ungleichheitslagen in der Lebensphase Jugend durch
ökonomische und politische Veränderungen weiter verschärfen,
konzentriert sich die gesellschaftliche Wahrnehmung
Jugendlicher auf problematische – scheinbar
jugendspezifische Entwicklungen (Werteverlust, Gewalt,
Medienverwahrlosung, Schulabbrecherquoten).
Es stellt sich die Frage, wie sich Jugendpolitik unter
veränderten gesellschaftlichen Bedingungen neu
positionieren kann? Welche politischen Möglichkeiten
gibt es, die Situation der Jugendlichen professionsübergreifend
in den Blick zu nehmen?
Welche Strategien und Konzepte müssen in der
Jugendpolitik und Jugendarbeit entwickelt werden,
um dem vermehrten Armutsrisiko Jugendlicher,
dem wachsenden Erziehungs- und Schutzbedarf entgegentreten
zu können? Wie kann der Abbau von Angeboten
der außerschulischen Jugendarbeit in den Kommunen
verhindert werden?
Auf der 72. Jahrestagung der Gilde Soziale Arbeit e.V.
sollen diese „vergessenen“ Felder der Jugendhilfe diskutiert
werden, um neue Handlungskonzepte und politische
Einmischungsstrategien entwickeln zu können.
Weiter Informationen unter http://gilde-soziale-arbeit.de